Hook
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Wie kann es sein, dass ich mit 33 Jahren immer noch jeden Monat im Dispo lande, keine Rücklagen habe und nichts zurücklegen kann? Ich frag mich, wann kommt der Moment, wo ich meine Finanzen im Griff habe? Jo, dann kommt der. Ich bin 32, ich hab meine Finanzen im Griff. Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, was ist das für ein Typ und was will er mir verkaufen? Nichts. Absolut gar nichts. Ich versteh das Gefühl ziemlich gut und ich würde dir einfach gerne zeigen, wie ich es geschafft habe, Schuldenfrei seit fast 10 Jahren, selbstständig mit Angestellten, ich überweise alle meine Rechnungen pünktlich. Ich habe eine Excel-Liste mit allen Ausgaben der letzten neun Jahre, also ich kann jeden Cent genau sagen, wie viel ich 2016 in irgendeiner lumpigen Bar ausgegeben habe. Und es gibt eine Methode, die mir super geholfen hat. Ich versuche zuerst die Methode zu erklären und dann am Ende zeige ich noch ein paar Tools, mit denen man das machen kann. Also, die Methode besteht aus zwei Schritten. Let's go. Der erste Schritt ist jede Ausgabe erfassen. Klingt leichter gesagt als getan, aber dafür gibt's auch noch ein paar Tricks gleich. Wenn du das machst, wirst du merken, dass sich jede Ausgabe ziemlich schnell einer Kategorie zuordnen lässt. Und jetzt ist der Zeitpunkt, Töpfe zu bilden. Ich hab zwar meine Finanzen im Griff, aber immer noch keine Schere. So, Versicherungen, Essen gehen, Auto, Kleidung. Ich hab vier Töpfe, du hast wahrscheinlich noch ein paar mehr Töpfe, aber ich glaube, das Konzept wird klar. Du hast einen für Versicherungen, eins im Essen gehen, ein für die Auto Werkstatt und eins im Klamottenshop. Stell dir vor, du spazierst die Straße entlang und auf einmal liegen auf dem Boden 60 Euro. Du hast 60 Euro gefunden, das heißt, 60 Euro kommen rein. Was du jetzt machst, ist die Sekunde, wo diese 60 Euro reinkommen, werden die auf deine Töpfe verteilt. Ich möchte diesen Monat für 10 Euro noch Klamotten kaufen. Ich weiß, nächste Woche bucht der ADAC ab, da werden 10 € fällig. Für 20 € ich esse und 20 € lege ich zurück für's Auto. Also 10, 20, 20, 10. Das ist die Aufteilung. Du hast 10 € für Versicherungen, 20 € fürs Essen gehen, 20 € fürs Auto und 10 € für Kleidung. Das ist die Aufteilung. Du hast 10 € für Versicherungen, 20 € fürs Essen gehen, 20 € fürs Auto und 10 € für Kleidung. Du hast 10 € für Versicherungen, 20 € fürs Essen gehen, 20 € fürs Auto und 10 € für Kleidung. Was wir jetzt gemacht haben, ist unser Einkommen auf die Töpfe verteilt, aka budgetiert. Cool, die Kohle ist verteilt. Du kannst ganz normal weiterleben. Eine Woche zieht ins Land, du warst essen, essen war zu gut, du hast völlig über die Stränge geschlagen, statt für 20 € was du für 30 € gegessen hast. Gar kein Problem. Du willst diesen Monat eh nicht mehr shoppen gehen, das heißt, du kannst auch 10 € aus dem Klamottentopf nehmen, bezahlst deine Rechnung fürs Essen, 30 € fertig. Gerade sind von alleine drei Sachen passiert, die dir helfen. Erstens, du hast das erste Mal das Gefühl, wie viel du verfügbar hast für verschiedene Sachen. Zweitens, du hast selber priorisiert. Es gibt Töpfe, da solltest du auf keinen Fall Geld rausnehmen, weil die Versicherung auf jeden Fall abgebucht wird und dann hast du Stress mit dem Kasso. Und drittens, Rücklagen gebildet. Du hast ohne zu merken angefangen Rücklagen zu bilden. Du hast keine Ahnung, wann dein Auto kaputt geht, aber wenn dein Auto kaputt geht, liegen 20 € bereit für die Autowerkstatt. Ich hab eben erwähnt, du musst jede Ausgabe tracken. Was mir damals geholfen hat, ist alles mit Karte zu bezahlen und dann einmal in der Woche mich hinzusetzen und meine Transaktionsübersicht durchzugehen. Ich hab damals YNAB benutzt, ich packe euch einen Link in die Bio. In dem Tool könnt ihr ganz einfach alle Ausgaben tracken und auch die Funktionalität machen, wo es auf die Töpfe verteilt. Lifecap. YNAB kostet inzwischen ein bisschen zu viel Geld, finde ich. Ihr könnt aber YNAB ein Jahr kostenlos erhalten, wenn ihr Student:innen oder Schüler:innen seid und einfach eine E-Mail an den Support schreibt. Falls das immer noch nicht in Frage kommt, gibt es S-Buyer Budgeting, das Ganze ist die gleiche Lösung, aber nachgebaut von der Community in Google Sheets, das heißt, ihr könnt die gesamte Funktionalität komplett kostenlos in Google Sheets abdecken. Super geiles Thema, pack gerne alle eure Fragen irgendwie in die Kommentare. Ich freue mich wirklich, wenn ich auch nur zwei Leuten helfen kann.