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Die Beantwortung der Forschungsfrage ist eine der essenziellsten Teile deiner Bachelorarbeit und ich zeige dir in diesem Video, wie du eine ordentliche Forschungsfrage formulierst. Als allererstes schauen wir uns an, was eine schlechte Forschungsfrage ausmacht, dann zeige ich dir Alternativen und am Ende auch einen coolen Prompt für ChatGPT, damit dir ChatGPT dir helfen kann eine Forschungsfrage korrekt auszuformulieren. Fehler Nummer eins: Deine Forschungsfrage ist zu breit aufgebaut. Nimm z.B. die Forschungsfrage, "Wie wirkt sich KI auf Unternehmen aus?" Du merkst hier selbst, die Frage ist sehr breit und im Umfang einer Bachelorarbeit eigentlich nicht beantwortbar. Nimm z.B. die Forschungsfrage, "Nutzen Studierende ChatGPT?" Da das mit Ja oder Nein einfach beantwortet ist, ist diese Forschungsfrage eher nicht geeignet für eine Bachelorarbeit. Fehler Nummer drei: Deine Forschungsfrage wurde schon beantwortet. Und das ist jetzt etwas mit Vorsicht zu genießen. Geh lieber mal auf Google und schau mal so grundlegend nach deinem Thema und da schon die ersten fünf, sechs Google Artikel deine Forschungsfrage im Kern beantworten, solltest du vielleicht etwas spezifischer werden. Fehler Nummer vier: Deine Forschungsfrage ist wertend anstatt forschend. Das heißt, wenn du z.B. fragst, "Warum ist X besser als Y?" dann setzt das quasi schon voraus, dass X tatsächlich besser ist. Besser wäre es zu sagen, eine Untersuchung von X und Y oder wie beeinflusst X und Y und so weiter. Also du solltest die Antwort nicht schon in der Frage vorwegnehmen. Aber was macht nun eine gute Forschungsfrage aus? Nehmen wir das Beispiel vom Anfang. "Wie wirkt sich KI auf Unternehmen aus?" Das ist, wie gesagt, etwas breit gefächert. Jetzt ändern wir das Ganze mal ab in: "Wie beeinflusst der Einsatz von ChatGPT die Textproduktion in deutschen Marketingagenturen?" Und da merkst du schon so ein bisschen den Unterschied. Wir haben einen klaren Fokus, wir haben ein klares Verb mit drinnen, unterscheidet, hängt zusammen mit, verändert... und dann eben die klare Regeln, die ChatGPT hier beachten muss. Wir haben Schritt eins - Diagnose. Bewerte meinen aktuellen Entwurf anhand dieser fünf Kriterien. Vergib pro Kriterium eine Ampel und einen Satz Begründung. Präzision, Fokus klar? Zielgruppe, Kontext, Zeitrahmen eingegrenzt? Beantwortbarkeit, in meiner Zeit und mit meinen Methoden machbar? Erkenntnisinteresse, geht über "googebar" hinaus? Nicht trivial? Keine Ja/Nein-Falle, offen formuliert, nicht mit "ob" beginnend? Neutralität, forschend, nicht wertend - kein Ergebnis vorweggenommen? Schritt zwei - Klärungsfragen. Stell mir maximal drei bis fünf gezielte Rückfragen, um die Frage weiter einzugrenzen (z.B. zur Zielgruppe, zum Kontext, zum eigentlichen Erkenntnisinteresse). Warte auf meine Antworten, bevor du weitermachst. Schritt drei - Schärfung. Liefere mir auf Basis meiner Antworten fünf überarbeitete Varianten der Forschungsfrage. Jede Variante mit: einem anderen Fokus oder Blickwinkel, einem klaren Verb (beeinflusst, unterscheidet, hängt zusammen mit, verändert...), einem Hinweis, welche Methode dafür nötig wäre und ob sie in meinem Rahmen realistisch ist. Schritt vier - Empfehlung. Sag mir ehrlich, welche der Varianten du als Betreuer am stärksten findest und warum. Nenne auch ein bis zwei mögliche Unterfragen, die sich aus der Hauptfrage ableiten lassen. #regeln: Sei kritisch, nicht freundlich-ausweichend. Wenn meine Frage nicht trägt, sag es deutlich. Erfinde kein Erkenntnisinteresse für mich - das muss von mir kommen. Frag lieber nach. Verwende einfache, klare Sprache. Kein Wissenschafts-Geschwurbel. Halte dich strikt an die Reihenfolge der Schritte. Überspringe Schritt 2 nicht. Ich blende dir am Ende des Videos den Prompt einmal ein, dann kannst du dir den von deinem Handy rauskopieren. Dann freue ich mich, wenn du mir folgst und schau dir gerne meine weiteren Videos an für Tipps und Tricks zu deiner Masterarbeit.