Hook
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Flügeltüren Flügeltüren sind per se schon so eine Sache. Wenn dein Wagen Gullwing Doors hat, also welche, die so nach oben aufgehen, als ob man ready wird für den Ninja-Kampf, dann vertraust du tatsächlich weniger Platz als normale Autotüren. Und dann gibt's "Butterfly" Doors. Der öffnet sich so und sind mega-säggig, aber auch eigentlich richtig, richtig dumm. Du siehst von links einfach nicht, ob beim Öffnen neben dir Streifen würdest oder nicht. Aber du musst dann den prallen Körper beim Öffnen aus der Sitzschale knicken und sehr darauf achten, deine Tür bloß nicht zu schnell zu öffnen. Und sobald du damit fertig bist, möchtest du im Regelfall auch aus deinem Auto raus. Ich glaube, und auch das ist tatsächlich ungeübt, so cringey, dass du dabei deine whatever wanna be Babo Aura direkt wieder in die Tonne gebracht hast. Hierbei ist übrigens zuerst die Beine raus und dann mit dem Ellbogen und Schwung aus deinem Auto rauszudrücken. Und dann gibt's deine Mini-Einkauf. Und dann kommt's, wenn du dann mit deinem BMW zurück zum Auto kommst, fällt dir erst dann auf, dass du ja eigentlich so nah wie es geht an dieser Parklinie hier parken wolltest, verdammt noch mal. Jetzt aber eins Smart recht close an deiner Fahrerseite gespawnt ist, dann wurde es halt offiziell von einem Smart belegt. Zwei normalen Türen kannst du dich halt auch versuchen irgendwie reinzuquetschen. Schmetterlingstüren, der gibt halt nur die zuständige ganz oder halt gar nichts. Jürgen ist übrigens auch ein Typ, der hat eine Erfahrung, die ich vorher noch nicht machen durfte. Er ist zwar nicht so tief, dass es ein Tuning-Verbrechen wäre, aber tief genug, dass es zum eigentlichen Fahren durch die Stadt mental bei mir einen zusätzlichen Treiber installiert wurde, denn dafür sorgt, dass ich vor jedem Bordstein und jeder Bodenschwelle ein weirdes Gefühl bekomme. Ich bin nämlich einmal aus dem AZ Parkhaus etwas schwungvoll herausgefahren und hab' jürgens Plastik-Fresse direkt in den Asphalt gerammt, aber zum Glück nicht doll. Der Innenraum des Autos ist inzwischen ein bisschen in die Jahre gekommen, was per se nicht schlimm ist. Wenn du drin sitzt, hast du das Gefühl, du bist in einem 2014er BMW, weil's halt auch einfach eine ist, aber gleichzeitig auch irgendwie in so einer weirden Kampfjet und das große Special, wegen diesem Auto, das was die Leute dann hinterher auch hinterherrufen, hat er nicht so ein Motor? Und auch das, was ihn für mich, wie ich finde, nahe zu perfekt im Design schon vor 10 Jahren super spannend gemacht hat, ist tatsächlich sein Antrieb. BMW hätte kein Problem damit gehabt, dein Sportwagen zu bauen, da ein 10-Zylinder reinzureißen und zu sagen, es ist gut. Haben sie aber nicht. Stattdessen wurde vorne ein Elektromotor verbaut und hinten ein Benzinmotor, quasi aus einem Mini Cooper. Letzteres ist definitiv eine Headline, die vermutlich bei Brenner Kracks für Entsetzen gesorgt hat. BMW B38, aber dieser Mini Cooper Motor ist bis in die Poppen geturboladert, hat zwar nur süße drei Zylinder, so viel wie ein VW Fox, wenn er denn auf einen Zylinder arbeitet, aber bekommt er alleine bereits 231 PS hin und mit dem Elektromotor zusammen ist die Gesamtleistung von Jürgen recht zügig 362 PS. BMW wollte damals was riskieren und sie wollten etwas bauen, was halt nicht jeder Ferrari und Lambo dieser Welt bereits schon lange ist und sowas finde ich halt immer spannend. Parallel brachten sie auch den i3, also den kleinen Bruder des i8, raus. In dieser lief nur auf rein elektrisch angelehnt. Bei Jürgen ist es nun eine Art verbrauchsarmer Sportwagen geworden. Koncept aus 2009, Koncept aus 2011, i8, i3, nur Elektro, wruum wruum. Verbrauchsarmer Sportwagen.